Zu den allgemeinen Navigationspunkten springen
Nürnberg Kultur (Kurzbefehl: 0)
Geländeinformationssystem ehemaliges Reichsparteitagsgelände
1. Stationen 2. Audio-Führung 3. Galerie 4. Hintergründe 5. Presse
Audio-Führung

Zu dieser Station ist eine Audio-Datei verfügbar. Klicken Sie bitte auf den Button um die Audio-Datei zu starten (Flash-Player erforderlich):

2. Innenhof Kongresshalle

Die Kongresshalle im Bau, 1939

Die Kongresshalle im Bau, 1939 (Stadtarchiv Nürnberg) .

Die Kongresshalle war für die Tagungen der NSDAP gedacht. Für den von den Architekten Ludwig und Franz Ruff geplanten Bau in sumpfigem Gelände musste ein aufwändiges Fundament gelegt werden. Dafür wurden allein 22.000 Betonpfähle in den Boden gerammt. Ab 1937 arbeiteten ständig 1.400 Menschen auf der Baustelle. Im Zentrum der Halle sollte eine Rednerkanzel für den „Führer“ Adolf Hitler platziert werden. Auf sie waren die Zuschauertribünen ausgerichtet.

Zum Seitenanfang

Innenansicht der geplanten Kongresshalle, Modell (Stadtarchiv Nürnberg).

Innenansicht der geplanten Kongresshalle, Modell (Stadtarchiv Nürnberg).

Innenansicht der Kongresshalle im Bau (um 1939).

Innenansicht der Kongresshalle im Bau (um 1939). Das Foto zeigt ein Holzmodell, das die Gesamthöhe des geplanten Bauwerks deutlich machen sollte (Stadtarchiv Nürnberg) .

Eine freitragende Dachkonstruktion sollte in einer Höhe von zirka 70 m die Haupthalle überspannen. Der Monumentalbau hätte über 50.000 Personen Platz geboten und wäre damit nahezu doppelt so groß wie das Kolosseum in Rom geworden. Der unvollendete Rohbau (1937–1939) wurde bis zu einer Höhe von 39 m errichtet. Im Zweiten Weltkrieg erfolgte die Einstellung der Bauarbeiten.

 

 

Zum Seitenanfang

Links oben: Café auf der Empore im Innenhof (1950).
Rechts oben: Beratung über die Einrichtung eines Fußballstadions im Innenhof (um 1960).
Links unten: Modell für das Fußballstadion.
Rechts unten: Skizze für ein Freizeit- und Einkaufszentrum (1987).
Alle Bilder: Stadtarchiv Nürnberg

Nach dem Krieg stellte sich die Frage, wie die Rohbauruine genutzt werden sollte. Die Stadt Nürnberg entwickelte unterschiedliche Pläne, die einen Abriss ebenso vorsahen wie den Umbau zu einem Sportstadion. Sie scheiterten alle an den Kosten. Der Stadtrat lehnte 1987 den Vorschlag eines Investors ab, ein Freizeit- und Einkaufszentrum zu realisieren. Heute befindet sich im nördlichen Kopfbau das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Den südlichen Kopfbau nutzen die Nürnberger Symphoniker. Im dortigen Innenhof finden Open-Air-Konzerte statt. Weite Teile des Komplexes werden als Lagerräume genutzt.

<< Vorherige Station | Nächste Station >>

 

Zum Seitenanfang Seite drucken